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Ihr Ratgeber über den Holzschutz

Holz ölen mit dem Pinsel oder einem Lappen – was ist besser?

Beim Lackieren, Lasieren und Auftragen anderer klassischer Holzschutzmittel ist die Sache relativ klar – man kann mit einem Pinsel (klassisch) oder einer Rolle vorgehen. Doch beim Ölen von Holz kommt noch ein weiteres Auftragewerkzeug ins Spiel: Der Lappen. Gerade für dieses Holzschutzmittel erweist er sich als besonders praktisch. Warum das so ist und ob das Holz ölen mit dem Pinsel oder einem Lappen besser klappt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Unterschied Pinsel – Rolle – Lappen

Zu Beginn möchte ich kurz auf die drei bekanntesten Werkzeuge zum Auftragen von Holzschutzmitteln eingehen und kurz die Vor- und Nachteile erörtern:

  • Pinsel: Er ist das klassische Auftragewerkzeug, der meiner Erfahrung nach am häufigsten verwendet wird. Nahezu alle Formen, Breiten und Ausführungen sind verfügbar. Auch betreffend die Borsten sind heutzutage sowohl Naturborste, Kunstfaserborste und Mischborste erhältlich. Ich selbst arbeite bevorzugt mit einem Pinsel*. Weitere Vorteile: Schnell verfügbar, hohe Flexibilität.
  • Rolle: Mittlerweile auch bei Holzoberflächen sehr modern geworden. Sorgt bei richtiger Anwendung für einen exzellenten Farbverlauf, was hauptsächlich bei deckenden Anstrichen eine Rolle spielt. Die Rolle kann meist gut die Farbe halten und es erleichtert somit etwas die Arbeit. Sehr gut jedenfalls für große Flächen. Nicht so ideal einsetzbar für kleine Flächen, Hinterschneidungen, Kanten und Ecken.
  • Lappen: Meistens ist dieser nur beim Entfernen von frisch aufgetragenen Holzschutzmitteln oder bei Farbklecksen ein Thema. Beim Auftragen von Holzöl spielt der Lappen* aber eine wichtige Rolle: Nicht nur das Gefühl beim Auftragen ist besser, sondern auch das einmassieren des Öls und das Entfernen von überschüssigem Öl funktioniert einwandfrei.

Nicht jedes der drei Werkzeug ist für das Auftragen gleichermaßen gut geeignet. Während für Öle Pinsel, Rolle und Lappen an und für sich eine passable Eignung haben, würde ich Lacke und Lasuren nicht mit dem Lappen auftragen – aber oft ist es einfach auch Geschmackssache bzw. eine Sache der schnellen Verfügbarkeit.

Öl mit Lappen auftragen

Beim Ölen von Holzoberflächen werden Sie über die Nutzung eines Lappens in den meisten Fällen kaum hinweg kommen.

Was ist beim Ölauftrag wichtig?

Beim Auftragen von Öl sind andere Sachen wichtig, als beim Auftragen von Lacken und Lasuren:

  • Öl sollte niemals in Massen, sondern eher in Maßen aufgetragen werden. Am besten, es wird etwas Öl entlang der Holzmaserung aufgetragen und dieses dann quer dazu in das Holz einmassiert.
  • Überschüssiges Öl ist nach einer Wartezeit von 20 bis 40 Minuten (je nach Produkt) wieder zu entfernen. Ansonsten bilden sich später unschöne Seen an der Holzoberfläche, die deutlich zu sehen sind.
  • Öl soll in das Holz einziehen und es anfeuern. Es ist daher hier nicht die Überdeckung der Oberfläche entscheidend, sondern dass Sie dafür sorgen, dass es Tiefenwirkung entfaltet.

Aus diesen Punkten ergibt sich für mich schon die Konsequenz, dass Sie zwar den Pinsel zum Auftragen nutzen können aber in jedem Fall einen Lappen brauchen, um das überschüssige Holz zu entfernen.

Hinweis HolzschutzVergessen Sie vor dem Ölauftrag nie, die zu behandelnde Oberfläche zu säubern und abzuschleifen. Ich verwende dazu meist ein Schleifpapier der Körnung 100 bis 120 und danach eine feineres mit einer Körnung von 200 bis 220.

Hier erfahren Sie im übrigen, wie Sie eine Küchenarbeitsplatte ölen und was Sie dabei alles zu beachten haben.

Holz Ölen Pinsel oder Lappen

Sie können Öl auch mit einem Pinsel auftragen und einreiben. Zum Entfernen des überschüssigen Öls eignet sich aber meiner Erfahrung nach ein Baumwoll-Lappen am besten.

Holz ölen mit dem Pinsel oder einem Lappen?

Der Auftrag von Öl mit einem Pinsel* ist natürlich immer eine Option. Pinsel sind in der Regel schnell verfügbar und auch das Borstenmaterial spiel meiner Ansicht nach eine untergeordnete Rolle. Einzig, dass die Borsten beim Streichen nicht ausfallen sollte gewährleistet sein (das ist oft bei minderwertig konstruierten Pinseln der Fall).

Am besten ist es mit Auftrag mit dem Pinsel, das Öl vom Tiegel in ein sauberes Glasbehältnis umzufüllen. So können Sie immer etwas Öl entnehmen und am Rand abstreifen. Wichtig ist nämlich, dass Sie nicht zu viel Öl auf einmal verwenden – das wird nämlich immer eine ziemliche Patzerei. Nehmen Sie daher immer relativ wenig auf einmal und dafür öfter.

Holz ölen mit Pinsel außen

Das Umfüllen des Öls in ein Gebinde aus Glas hat beim Arbeiten den einen oder anderen Vorteil zu bieten.

Das Auftragen sollte so von Statten gehen, dass Sie das Öl mit der Maserung aufstreichen und danach quer zu ihr verteilen. Für dieses Verteilen empfiehlt sich meiner Ansicht nach aber ein Tuch besser. Zu bevorzugen sind hier ganz klar saubere Baumwolltücher, Tücher aus Naturviskose* oder alte (saubere) Baumwoll-Shirts. So können Sie das Öl schön verteilen und einarbeiten. Das ist mit dem Pinsel nicht in dem Maße möglich.

Ist dann das Öl einige Minuten lang eingezogen (so um die 20 Minuten ist dafür die Regel), entfernen Sie das überschüssige Öl mit dem Tuch. Lassen Sie dann das Öl eintrocknen und tragen Sie nach einer Wartezeit von etwa 10 bis 24 Stunden (je nach Produkt) eine weitere Schicht nach dem selben Schema auf.

Wie Sie sehen, brauchen Sie den Lappen ohnehin beim Ölen – also ist eine denkbare Option, den Pinsel gleich wegzulassen und auch das Öl gleich mit dem Lappen aufzutragen. Dazu träufeln Sie etwas Öl entweder auf den Lappen oder das Holz selbst und verstreichen es entlang der Maserung.

Die nachfolgenden Schritte sind dieselben, wie oben – als kurz warten, überschüssiges Öl entfernen und trocknen lassen. Danach ein zweiter Schichtauftrag.

Küchenarbeitsplatte ölen

Nachdem Auftrag ist das Entfernen des überschüssigen Öls fast schon ein MUSS – wollen Sie später keine unschönen Flecken auf der Holzoberfläche.

Welche Lappen eignen sich zum Ölauftrag?

Nicht jedes Tuch bzw. jeder Lappen ist gut zum Auftragen von Öl geeignet:

  • Bauwolltuch: Ein fuselfreies Baumwolltuch ist meiner Ansicht nach sehr gut geeignet, um Öl aufzutragen. Sie können auch das Entnehmen und verteilen damit durchführen. Diese Tücher sind nicht recht teuer und schnell verfügbar.
  • Altes T-Shirt: Auch das können Sie verwenden, wenn es sich um ein Baumwollshirt handelt. Zudem sollte es wirklich sauber sein. Verwenden können Sie es nachher an und für sich zum Anziehen kaum noch, weil es mit Öl getränkt sein wird. Daher wirklich nur eines nutzen, das nicht mehr verwendet wird.
  • Mikrofasertuch: Hier wäre ich mehr als vorsichtig! Mikrofasertücher wirken zum Teil abrasiv – haben also eine abschleifende Wirkung. Bei empfindlichen Lacken aber auch beim Ölen sind sie aus meiner Sicht daher nicht dienlich, weil sie die Oberfläche zerkratzen können. Gerade dann, wenn die Fläche durch das Öl eigentlich angefeuert werden soll, keine gute Idee.
  • Schwamm: Auch einen Schwamm halte ich an und für sich ungeeignet – schon gar nicht sollten Sie es mit einem Küchenschwamm und der grünen Seite probieren. Hier richten Sie sicher mehr Schaden an, als es Ihnen lieb ist.
  • Naturviskose: Tücher aus Naturviskose, wie sie beispielsweise bei diesem Set* dabei sind, können in den meisten Fällen auch zum Ölen von Holz und Holzoberflächen verwendet werden.

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Holz ölen mit dem Pinsel oder einem Lappen – Fazit

Öle können Sie sowohl mit einem Pinsel als auch einem Lappen auftragen. Sie brauchen aber den Lappen in so gut, wie jedem Fall, da Sie überschüssiges Öl immer entfernen sollten (alternativ wäre auch eine Gummirakel geeignet).

Ich persönlich tendiere beim Ölauftrag daher immer zu einem Baumwolltuch oder einem Lappen aus Naturviskose*. Schleifen – Auftragen – Verteilen – Kurz warten – Entnehmen – Trocknen lassen. Das sind auch schon die wichtigsten Arbeitsschritte beim Ölauftrag.

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