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Ihr Ratgeber über den Holzschutz

Holzschutz Langzeitschutz: Sorgen Sie für längere Zeiträume vor

Holz ist ein vielseitiges und natürliches Material, das aufgrund seiner besonderen Eigenschaften in vielen Bereichen eingesetzt wird. Obwohl Holz robust und langlebig ist, kann es aufgrund von Feuchtigkeit, Pilzen, Insekten oder anderen Schädlingen beschädigt werden. Um die Haltbarkeit von Holz zu verbessern und vor Schäden zu schützen, gibt es verschiedene Verfahren zur Behandlung von Holz. Eine davon ist die Anwendung von Mitteln für einen Langzeitschutz im Holzschutz, auf die ich in diesem Beitrag näher eingehen möchte.

Welche allgemeinen Langzeitschutzmittel gibt es im Holzschutz?

Hier sind einige mögliche Langzeitschutzmittel für den Holzschutz, unterteilt in drei meiner Ansicht wichtige Kategorien:

  • Chemische Schutzmittel: Dabei handelt es sich beispielsweise um Imprägniermittel auf Basis von Holzschutzmitteln (z.B. Borate, Azole), Holzschutzmittel auf Basis von (organischen) Lösungsmitteln (z.B. Öle, Wachse, Lacke, Lasuren) oder Produkte auf Basis von wasserlöslichen Salzen (z.B. Kupfer, Chrom).
  • Physikalische Schutzmittel: Das sind zum Beispiel feuerhemmende Beschichtungen auf Basis von Mineralien oder Additiven, Beschichtungen auf Basis von Silikonen oder Silanen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern oder Folien bzw. Membranen, die das Holz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung zu schützen.
  • Biologische Schutzmittel: Zu diesen Maßnahmen zählt zum Beispiel die Verwendung von pilz- und insektenresistenten Holzarten, das Auftragen von biologischen Schutzmitteln, um das Holz vor Schädlingen und Fäulnis zu schützen sowie diverse Kombinationen aus biologischen und chemischen Schutzmitteln.

Bitte beachten Sie, dass die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Schutzmittel je nach Anwendungsbereich und Holzart variieren kann. Es ist daher immer wichtig, dass Sie sich über die spezifischen Eigenschaften und Empfehlungen des gewählten Schutzmittels informieren und die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen treffen. Hier erhalten Sie weiterführende Infos zum konstruktiven Holzschutz bei einer Terrasse.

Wieviel Lack pro m2 Holz

Lacke aber auch Öle und Lasuren können das Holz langfristig schützen. Grundsätzlich unterscheidet man chemischen, physikalischen (konstruktiven) und biologischen Holzschutz.

Effektive chemische Holzschutzmittel für zu Hause

Nachstehend möchte ich auf die meiner Ansicht nach wichtigsten Holzschutzmittel für den Langzeitschutz zu Hause eingehen. Es sind dies zusammengefasst Lasuren, Lacke, Öle sowie physikalische Maßnahmen und die Auswahl des richtigen Holzes.

Lasuren für einen Langzeitholzschutz

Eine Holzlasur ist ein Oberflächenschutzmittel, das hauptsächlich aus Bindemitteln, Pigmenten und Lösungsmitteln besteht. Die Bindemittel können z.B. auf Basis von Acrylaten, Alkydharzen oder Ölen beschaffen sein und sind dafür verantwortlich, dass die Lasur* auf dem Holz haftet und es vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung schützt.

Die Pigmente dienen dazu, die Farbe und Transparenz der Lasur zu beeinflussen und das Holz vor dem Ausbleichen durch UV-Strahlung zu schützen. Eine Holzlasur dringt nicht tief in das Holz ein (Dünnschichtlasur), sondern bildet eine Schutzschicht auf der Oberfläche des Holzes. Dadurch bleiben die natürliche Maserung und Struktur des Holzes erhalten, während es gleichzeitig geschützt wird.

Letzte Aktualisierung: 18.07.2024, Bilder von amazon.de

Es gibt verschiedene Arten von Holzlasuren, wie z.B. deckende oder transparente Lasuren. Sie können zudem in verschiedenen Farben und Glanzgraden erhältlich sein. Transparente Lasuren sind besonders beliebt, da sie die natürliche Farbe und Struktur des Holzes betonen, während deckende Lasuren (Dickschichtlasur) das Holz farbig abdecken.

Der Holzschutz mit Lasuren* geht zwar relativ rasch, hat aber punkto Langzeitwirkung einen entscheidenden Nachteil: Er ist ziemlich rasch wieder zu erneuern. Wenn Sie das aber regelmäßig (ich mache das zumindest einmal pro Jahr) durchführen, kommen Sie eine Zeit lang gut über die Runden.

Lasur mit Pinsel

Eine Lasur bildet keine Deckschichte auf dem Holz und ist punkto Langzeitschutz im Holzschutz aus meiner Sicht hinter klassischen Deckschichtbildnern (Lacke) einzuordnen.

Lacke als Holzschutz für den Langzeitschutz

Ein Holzlack* ist ein Oberflächenschutzmittel, das hauptsächlich aus Bindemitteln, Pigmenten, Lösemitteln und Additiven besteht. Die Bindemittel können auf Basis von Polyurethanen, Alkydharzen, Acrylaten oder Epoxidharzen bestehen und sind dafür verantwortlich, dass der Lack auf dem Holz haftet und es vor Feuchtigkeit, Abnutzung, Kratzern und UV-Strahlung schützt. Der Lack trocknet zu einer harten (glatten) Oberfläche aus.

Holzlacke sind in verschiedenen Glanzgraden und Farben erhältlich, von hochglänzend bis matt. Sie können in nahezu jeder Farbe gemischt werden. Es gibt auch spezielle Holzlacke, wie z.B. Treppenlacke oder Parkettlacke, die für spezielle Anwendungen oder Holzarten geeignet sind.

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Beachten Sie, dass die Anwendung von Holzlacken etwas aufwändiger sein kann als die Anwendung von Holzlasuren, da der Lack eine gewisse Trockenzeit benötigt und in mehreren Schichten aufgetragen werden sollte, um eine ausreichende Schutzschicht zu bilden. Außerdem kann es schwieriger sein, den natürlichen Charakter des Holzes zu erhalten, da der Lack eine deckende Schicht bildet.

Der Holzschutz mit Lacken* ist zwar aufwändig, bietet aber für eine relativ lange Zeit einen guten Schutz. Hier müssen Sie im Regelfall daher nur einmal Arbeit investieren um längere Zeit (je nach Qualität des Auftrages bzw. des Lacks) diese Deckschichte nicht erneuern zu müssen.

Lack mit Pinsel auftragen

Beim Lackieren entsteht eine Deckschichte, die dafür sorgt, dass lange Zeit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Voraussetzung: Korrekter Auftrag und ordentliches Arbeiten.

Langzeitschutz mit Ölen

Öl wird oft als Holzschutz verwendet, da es dazu beitragen kann, das Holz vor verschiedenen Arten von Schäden zu schützen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Öl* als Holzschutz funktioniert:

  • Feuchtigkeitsabweisung: Holz ist anfällig für Feuchtigkeit, die zu Schimmel, Fäulnis und Verrottung führen kann. Wenn Öl auf das Holz aufgetragen wird, bildet es eine Barriere, die Feuchtigkeit abweist und das Eindringen von Wasser in das Holz verhindert.
  • UV-Schutz: Sonnenlicht kann das Holz ausbleichen und schwächen, was es anfälliger für Schäden macht. Öl kann dazu beitragen, das Holz vor Austrocknung zu schützen.
  • Schutz vor Schädlingen: Holz kann von verschiedenen Schädlingen wie Termiten, Holzwürmern und anderen Insekten befallen werden. Wenn Öl auf das Holz aufgetragen wird, kann es dazu beitragen, diese Schädlinge abzuwehren.
  • Erhöhung der Haltbarkeit: Durch das Auftragen von Öl auf Holz wird das Holz in der Regel gestärkt, was seine Haltbarkeit und Lebensdauer erhöht.

Beachten Sie, dass nicht alle Öle gleich sind und dass einige besser als andere als Holzschutz geeignet sind. Beliebte Holzschutzöle sind das Walnussöl, Leinöl oder Tungöl*. Eher weniger geeignet sind aus meiner Sicht Olivenöl und andere Speiseöle (wie zum Beispiel Sonnenblumenöl).

Hier ein paar mögliche Öle für den Holzschutz:

Letzte Aktualisierung: 18.07.2024, Bilder von amazon.de

Langfristiger Holschutz aufgrund Verwendung spezieller Holzarten

Es gibt verschiedene Holzarten, die aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften langfristig als günstig in Bezug auf den Holzschutz gelten. Dazu gehören:

  • Eiche: Eichenholz ist aufgrund seiner Dichte und seines hohen Tanningehalts sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, Pilzbefall und Insektenbefall. Es wird oft für den Bau von Fassaden, Fensterrahmen, Bodendielen und Möbeln verwendet.
  • Robinie: Das Holz der Robinie ist ebenfalls sehr dicht und schwer, was es widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Schädlinge macht. Es wird oft für den Bau von Außenterrassen, Brücken, Zaunpfosten und Möbeln benutzt.
  • Lärche: Lärchenholz hat aufgrund seines hohen Harzgehalts und seiner Dichte eine natürliche Resistenz gegen Fäulnis und Insektenbefall. Es wird oft für den Bau von Fassaden, Dachschindeln, Bodendielen und Fensterläden herangezogen.
  • Douglasie: Das Holz der Douglasie ist widerstandsfähig gegen Verwitterung, Fäulnis und Schädlinge. Gerne wird dieses Holz bei Poolumrandungen und Terrassen eingesetzt.

Beachten Sie, dass auch diese Holzarten bei direktem Kontakt mit Feuchtigkeit und/oder Bodenkontakt ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Imprägnierung oder Farbanstrich im Laufe der Zeit abbauen können. Um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten, sollten daher ebenso bei diesen Holzarten geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Eine kesseldruckimprägnierte Lärche ist eine gute Basis für einen Langzeitholzschutz.

Allgemeine Tipps für einen Langzeitschutz im Holzschutz

Hier sind (auch als Zusammenfassung) einige Tipps für den langfristigen Holzschutz:

  • Verwenden Sie geeignetes Holz: Wählen Sie eine Holzart, die von Natur aus widerstandsfähig gegen Verrottung, Pilzbefall und Schädlinge ist, wie beispielsweise Eiche, Robinie, Lärche oder Douglasie.
  • Setzen Sie auf Imprägnierung: Durch eine Imprägnierung kann das Holz vor Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt werden. Es gibt verschiedene Imprägnierverfahren wie das Tauchverfahren, die Druckimprägnierung oder das Streichverfahren.
  • Achten Sie auf die richtige Konstruktion: Stellen Sie sicher, dass das Holz in der Konstruktion so verbaut wird, dass es ausreichend belüftet wird und keine Feuchtigkeit eindringen kann.
  • Schützen Sie das Holz vor direktem Kontakt mit dem Boden: Verwenden Sie geeignete Unterlagen wie Betonsockel oder Steine, um das Holz vom Boden abzuheben und somit vor Feuchtigkeit und Schädlingen zu schützen.
  • Warten Sie das Holz regelmäßig: Überprüfen Sie das Holz regelmäßig auf Schäden und führen Sie gegebenenfalls Reparaturen durch. Reinigen Sie das Holz auch regelmäßig, um Schmutz und Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Streichen Sie das Holz regelmäßig: Ein Anstrich schützt das Holz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Achten Sie darauf, dass der Anstrich ausreichend dick aufgetragen wird und regelmäßig erneuert wird.
  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung: Holz kann durch zu viel Sonnenlicht austrocknen und spröde werden. Stellen Sie sicher, dass das Holz ausreichend vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
  • Verwenden Sie geeignete Befestigungsmittel: Verwenden Sie rostfreie Schrauben und Nägel, um sicherzustellen, dass diese nicht rosten und das Holz beschädigen.

Durch die Einhaltung dieser Tipps können Sie meiner Ansicht nach sicherstellen, dass Ihr Holz langfristig geschützt ist und eine hohe Lebensdauer hat. Lesen Sie hier übrigens, wie der Holzschutz bei Eis und Schnee auf der Holzterrasse funktioniert.

Langzeitschutz im Holzschutz: Fazit und Zusammenfassung

Langzeitschutz im Holzschutz ist von entscheidender Bedeutung, um eine lange Haltbarkeit des Holzes zu gewährleisten. Durch die Verwendung geeigneter Holzarten, Imprägnierung*, richtige Konstruktion, regelmäßige Wartung, Anstrich und Vermeidung von direktem Kontakt mit dem Boden und zu viel Sonneneinstrahlung kann das Holz vor Feuchtigkeit, Pilzbefall, Schädlingen und UV-Strahlung geschützt werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass Holz ein natürliches Material ist und trotz aller Schutzmaßnahmen im Laufe der Zeit abbauen kann. Daher ist eine regelmäßige Wartung und Inspektion des Holzes unerlässlich, um Schäden rechtzeitig zu erkennen und zu beheben. Auch die Wahl des richtigen Holzes für die jeweilige Verwendung und die Einhaltung der richtigen Bautechnik sind von großer Bedeutung für einen länger währenden Holzschutz. Insgesamt ist der Langzeitschutz im Holzschutz eine Investition, die sich meiner Ansicht nach in jedem Fall langfristig auszahlt.

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