Skip to main content

Ihr Ratgeber über den Holzschutz

Welche Lasur für Gartenmöbel verwenden: So schützen Sie korrekt

Gartengarnituren stehen meistens im Freien – nicht nur das, oft ist auch kein Dach zum Schutz über der Einrichtung. Das bedeutet, dass Feuchtigkeit aber auch direkte Sonneneinstrahlung dem Holz im Laufe der Zeit sehr stark zusetzen. Um dieses zu schützen stehen mehrere Optionen zur Verfügung, wie zum Beispiel das Lasieren des Holzes oder das Auftragen eines Lacks. Im heutigen Beitrag erkläre ich, welche Lasur für Gartenmöbel aus meiner Sicht gut ist und wie Sie beim Auftrag vorgehen.

Wie Sie Gartenmöbel (organisatorisch) schützen können

Egal, was Sie machen, ein paar vorbeugende Maßnahmen sind nicht verkehrt, um Ihre Gartenmöbel aus Holz zu schützen – schließlich kosten diese in der Regel einiges und sollten daher nicht schon nach wenigen Saisonen ausgewechselt werden müssen:

  • Haben Sie Platz im Trockenen (Garage, Keller, etc.) stellen Sie Ihre Möbel über den Winter dort hin.
  • Wenn Sie die Möglichkeit einer überdachten Terrasse haben, ist es nicht verkehrt, dass die Gartenmöbel unter Dach stehen.
  • Die Auflage von Schutzbezügen (Sessel) sowie einer Tischdecke (Tisch) ist ebenfalls keine schlechte Maßnahme und schützt vor Schmutz sowie mechanischen Beschädigungen.

Die schlechteste aller Varianten ist mit Sicherheit das Stehenlassen der Möbel im überdachten Freien über das ganze Jahr hinweg. So haben UV-Strahlen, Nässe aber auch Schnee 365 Tage Zeit, das Holz vergrauen zu lassen und es zu zerstören.

Wobei es auch hier unterschiede gibt: Tropenhölzer (wie zum Beispiel Teak oder Bankirai) sind von natur aus gut geschützt und brauchen einen Holzschutz nicht in dem Ausmaß, wie es Fichte, Lärche, Kiefer & Co. benötigen.

Welcher Holzschutz ist bei Gartenmöbel von Vorteil?

Grundsätzlich einmal jeder – es gibt natürlich auch Schutzmaßnahmen, die effektiver sind als andere und die auch optisch etwas mehr hergeben. Meiner Ansicht nach gibt es drei Möglichkeiten:

  • Lack: Er ist in vielen Farben verfügbar und bildet eine Schutzschicht auf dem Holz. Die Optik wird daher durch das Auftragen verändert, es sei denn, Sie verwenden Klarlack. Großer Nachteil: Im Laufe der Zeit blättert die Schichte ab und wird sehr unansehnlich.
  • Lasur: Maserung und Struktur des Holzes bleiben grundsätzlich (auch bei farbigen Lasuren) sichtbar. Maßhaltige Bauteile (Fenster, Türen, etc.) brauchen eine Dickschichtlasur. Bei Gartenmöbeln reicht eine Dünnschichtlasur aus, da es sich um nicht maßhaltiges Holz handelt. Vorteil der Dünnschichtlasur: Sie bildet keine Deckschichte und kann so nicht absplittern – dafür ist ein regelmäßiger Auftrag erforderlich.
  • Öl: Es schützt in erster Linie vor dem Austrocknen und Ausbleichen sowie vor Rissbildung. Zudem sorgt Öl für eine Auffrischung der Farben und das Holz bleibt atmungsaktiv. Ein optimaler Nässeschutz ist mit dem Öl meist aber nicht gegeben, dazu müssten Sie Öl verwenden, dass nach dem Trocknen eine Schicht bildet. Hier besteht wiederum der Nachteil des Abblätterns.

Wie Sie vielleicht gemerkt haben, bevorzuge ich eine gute Dünnschichtlasur* für Gartenmöbel. Dies müssen Sie zwar auch regelmäßig erneuern aber dafür blättert die Lasur nicht ab und das Streichen ist auch nicht wirklich schwer.

Je nach Produkt und Standort der Gartenmöbel schätze ich, dass Sie die Dünnschichtlasur alle zwei- bis drei Jahre zu erneuern haben werden.

Welche Lasur für Gartenmöbel gut ist?

Bei der Wahl der richtigen Lasur sind daher aus meiner Sicht folgende Kriterien zu beachten:

Verwenden Sie eine Dünnschichtlasur. Normaler Weise steht das auf der Blechdose, die die Lasur beinhaltet oben. Im Zweifelsfall: Im Baumarkt einen Verkäufer fragen oder ein Produkt wählen, auf dem es steht.

Achten Sie darauf, dass eine Grundierung mit in der Lasur eingearbeitet ist. Bei vielen Lasuren stet das ebenfalls auf der Blechdose, wie das folgende Bild beispielhaft verdeutlichen soll:

Lasur 2in1 mit Gurndierung

So oder so ähnlich sieht eine Lasur mit integrierter Grundierung aus.

Wenn Sie keine speziellen Anforderungen an die färbe haben, nehmen Sie einfach eine Lasur in Natur (farblos). So bleiben Optik und Struktur des Holzes optimal erhalten. Alternativ wählen Sie die Holzfarbe aus dem Holz, aus dem auch Ihre Gartenmöbel bestehen (zum Beispiel Kiefer oder Lärche, etc.). So sieht eine farblose Lasur aus in der Dose aus:

Lasur im Tiegel natur

Beispiel einer Dünnschicht-Lasur in der Blechdose, Farbton: Natur.

So tragen Sie eine Lasur bei Gartenmöbeln auf

Zum Abschluss noch eine Kurzanleitung zum Auftragen einer Lasur auf Ihre Gartenmöbel

  • Das brauchen Sie: Lasurpinsel, Schleifpapier, eventuell eine Holzschutzgrundierung.
  • 1. Schritt: Entfernen Sie eventuell vorhandene Altanstrichen (zum Beispiel Lacke) mit einer Bürste oder grobem Schleifpapier*.
  • 2. Schritt: Schleifen Sie das Holz in Maserrichtung an (Körnung 100). Diesen Schritt können Sie sich ersparen, wenn Sie die Dünnschichtlasur lediglich erneuern und das Holz noch optimal aussieht. Ist es bereits leicht ergraut, sollten Sie jedenfalls schleifen (hier auch mehr dazu: Holz lasieren ohne Schleifen).
  • 3. Schritt: Falls Sie geschliffen haben, sollten Sie den Schleifstaub gut abputzen.
  • 4. Schritt: Auftragen einer Holzschutzgrundierung (gegen Fäulnis und Pilze), falls diese nicht in der Lasur enthalten ist (siehe Infos im vorherigen Kapitel)
  • 5. Schritt: Jetzt kommt der Lasurauftrag mit einem geeigneten Pinsel*. Nehmen Sie nicht zu viel aber tragen Sie die Lasur dennoch satt auf. Beginnen Sie bei den Ecken und Kanten und arbeiten Sie sich zu den größeren Flächen vor. Lassen Sie dann die Lasur trocknen.
  • 6. Schritt: Nun könnten Sie einen Zwischenschliff (Körnung 180) machen, weil sich beim Lasieren die Fasern des Holzes aufrichten und Sie so eine sehr glatte Oberfläche hinbekommen.
  • 7. Schritt: Entfernen Sie danach in jedem Fall wieder den Schleifstaub.
  • 8. Schritt: Nun tragen Sie noch eine zweite Schicht auf und haben so Ihre Möbel wieder für die kommenden Monate bzw. Jahre optimal geschützt.

Tipp HolzschutzWenn Sie regelmäßig eine Lasur auftragen und das schon vorausschauend machen, ersparen Sie sich das Schleifen. Im Optimalfall streichen Sie Ihre Gartenmöbel jedes Jahr (oder zumindest alle zwei Jahre) mit einer Dünnschichtlasur und müssen so keinen Schliff durchführen, um die Oberfläche herzurichten. Bei alten Gartenmöbeln wird das aber nicht zu vermeiden sein.

Welche Lasur für Gartenmöbel – Fazit

Nun, ich bin auf jeden Fall ein Verfechter der Dünnschichtlasur* mit einer integrierten Grundierung, die ich regelmäßig erneuere. So sind meine Gartenmöbel immer geschützt und sehen adrett aus. Ich habe nicht die Möglichkeit, dass sie unter Dach stehen aber ich räume Sie über die kalten Monate immer in ein Gartenhaus – somit haben Schnee und Kälte zumindest keine Chance.

Es mag zwar eine lästige Aufgabe sein aber im Grunde ist sie notwendig: Der Schutz der Gartenmöbel mit Lasur, Lack oder Öl. Bevor Sie sich für einen Anstrich entscheiden, überlegen Sie genau, was die Folgen sind: Beim Lack und bei der Dickschichtlasur sind es das mögliche absplittern, bei der Dünnschichtlasur das oftmalige erneuern des Anstrichs.

Sehen Sie sich hier zum Abschluss den aktuellen Bestseller unter den Lasuren für Holz bei Amazon an:

Bestseller Nr. 1
doitBau - B.Carbolin 10l | Umweltfreundliche Holzlasur...*
  • EXTREMER VERWITTERUNGSSCHUTZ: Die wetterfeste Holzschutzlasur aus Pflanzenöl dringt tief in das Holz ein und schützt langanhaltend das Holz vor Witterung und zudem perfekt vor UV-Strahlung.

Letzte Aktualisierung: 19.11.2022, Bilder von amazon.de


Ähnliche Beiträge